Ärzte Zeitung online, 04.08.2008

Generelles Rauchverbot senkt Rate an Herzproblemen drastisch

GLASGOW (Rö). Die Einführung eines generellen Rauchverbotes in allen öffentlichen Räumen reduziert drastisch die Raten an akutem Koronarsyndrom. Besonders profitieren davon Nichtraucher. Das belegt erneut eine aktuelle Studie.

Nach der Einführung des generellen Rauchverbotes in Schottland im März 2006 ist in den folgenden zehn Monaten die Rate der Klinikaufnahmen wegen akuten Koronarsyndroms insgesamt um 17 Prozent zurückgegangen. In England, wo kein Rauchverbot eingeführt wurde, ging diese Rate nur um 3 Prozent zurück (NEJM 359, 2008, 482).

Besonders haben von der gesetzlichen Maßnahme die Nichtraucher profitiert. Bei ihnen betrug der Rückgang der Klinikbehandlungen wegen einer solchen Herzattacke 21 Prozent. Bei den Exrauchern waren es 19 Prozent und bei den Rauchern immerhin noch 14 Prozent.

Bei den Nichtrauchern zeigte sich der Rückgang der Belastung durch Passivrauchen deutlich an den Blutspiegeln des Cotinins, eines Abbau-Produktes des Nikotins. Die Spiegel sanken im Schnitt von 0,68 auf 0,56 ng / ml.

In Deutschland wird über das Rauchverbot in Kneipen diskutiert.

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