Ärzte Zeitung, 12.09.2008

Schlechte Zahnpflege erhöht Herzinfarkt-Risiko

LONDON (dpa). Wer sich nicht regelmäßig die Zähne putzt, setzt sich einem erhöhten Herzinfarktrisiko aus. Schlechte Zahnpflege führe zu Zahnfleischbluten, wodurch bis zu 700 Bakterientypen in die Blutbahn eindringen könnten.

Diese Bakterien können unabhängig vom sonstigen Gesundheitszustand des Menschen zu Herzerkrankungen führen. Das ergab eine Studie, die das Zusammenwirken von Bakterien und Blutzellen untersuchte, teilt die Universität Bristol in Großbritannien mit.

Demnach nutzen die Bakterien verschiedene Mechanismen, um von Blutplättchen eingekapselt zu werden. Dadurch würden die Keime sowohl vor Angriffen des Immunsystems als auch vor Antibiotika geschützt. "Es ist egal, wie fit, schlank oder gesund man ist. Schlechten Zähnen erhöhen die Gefahr von Herzerkrankungen", sagte Professor Howard Jenkinson von der Universität Bristol.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »