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Ärzte Zeitung online, 18.09.2008

80 Prozent der Herz-Kreislauf-Krankheiten sind vermeidbar

MANNHEIM (dpa). Nikotin, Alkohol und Übergewicht sind die klassischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "Würden wir alle diese Faktoren beachten, würden 80 Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht auftreten", sagte Professor Martin Halle aus München anlässlich des 3. Deutschen Atherosklerosekongresses in Mannheim.

Erforderlich sei ein konsequentes Umdenken in der Lebensführung. Trotz erheblicher Fortschritte in Therapie und Forschung seien atherosklerotische Folgekrankheiten noch die häufigste Todesursache in Deutschland.

"Die Politik muss endlich Strukturen für eine konsequente Umsetzung zur Vorsorge schaffen", sagte Halle. Der Vorsitzende der Gesellschaft für Atheroskleroseforschung (DGAF), Professor Jürgen Schäfer, ergänzte: "Wir könnten sicherlich die Hälfte aller Herzinfarkte verhindern, wenn wir das umsetzen würden, was wir wissen." Der Marburger Arzt forderte zudem mehr Unterstützung für die Forschung.

Die DGAF und die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihrer Folgeerkrankungen (Lipid-Liga) kooperieren seit fünf Jahren und haben 2004 einen gemeinsamen Kongress ins Leben gerufen. In diesem Jahr werden vom 19. bis 20. September rund 200 Ärzte erwartet. Der nächste Kongress ist 2010 in Hamburg geplant.

www.lipid-liga.de
www.dgaf.de

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