Ärzte Zeitung online, 24.04.2009

US-Todesrate durch Krebs kaum gesunken

NEW YORK (dpa). Trotz aller medizinischen Bemühungen ist in den USA die Todesrate durch Krebs in den vergangenen 60 Jahren kaum gesunken. Nach wie vor sterben etwa 200 von 100 000 Amerikanern pro Jahr an der heimtückischen Krankheit - nur fünf Prozent weniger als 1950, wie die "New York Times" am Freitag unter Hinweis auf Zahlen des nationalen Zentrums für Gesundheitsstatistik berichtete.

Die Todesrate durch Herzleiden sank dagegen im gleichen Zeitraum um etwa zwei Drittel, die durch Schlaganfälle sogar um drei Viertel.

Mediziner führen dem Bericht zufolge die enttäuschenden Ergebnisse bei der Krebsbehandlung darauf zurück, dass nach wie vor keine durchschlagenden Behandlungsmethoden gefunden wurden. Bei Herzleiden dagegen waren die medizinischen Fortschritte enorm. Während in den 50er Jahren - bezogen auf 100 000 US-Einwohner - fast dreimal soviel Menschen an Herzkrankheiten starben wie an Krebs, haben sich die Zahlen inzwischen angenähert.

Massiv gestiegen ist vor allem die Rate der Lungenkrebstoten, bei Brust- und Prostatakrebs blieben die Zahlen etwa gleich, bei Darmkrebs sanken sie.

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