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Ärzte Zeitung online, 11.09.2009

Plötzlicher Herztod bei Sportlern - wer ist gefährdet? Projekt in Tübingen startet

TÜBINGEN (eb). Am Uniklinikum Tübingen startet jetzt ein Projekt, in dem geforscht wird, wie man Sportlern mit einem Risiko für plötzlichen Herztod identifizieren kann. Dafür werden noch Teilnehmer gesucht. Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung für Herzforschung unterstützt.

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Foto: manu ©www.fotolia.de

Jährlich sterben in Deutschland mehrere hundert Athleten am plötzlichen Herztod. Trotz intensiver Bemühungen gelingt es leider bisher nicht immer ausreichend, entsprechende Risikopersonen im Vorfeld zu erkennen. In einem Kooperationsprojekt am Universitätsklinikum Tübingen mit den Abteilungen für Sportmedizin und für Diagnostische Radiologie soll untersucht werden, ob die Magnetresonanztomografie (MRT) des Herzens eine genauere Risikostratifizierung gefährdeter Athleten erlaubt. Dazu erhalten 100 Athleten zusätzlich zur sportmedizinischen Routinediagnostik eine Kardio-MRT. Die Deutsche Stiftung für Herzforschung wird das Projekt für die Dauer von zunächst einem Jahr fördern.

Die Sportmedizin des Tübinger Universitätsklinikums führt als lizensiertes Zentrum unter anderem die jährlich vorgeschriebenen Sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen für Landes- und Bundeskaderathleten durch. Ziel dieser Vorsorgeuntersuchungen ist, Erkrankungen, Verletzungen oder Einschränkungen der sportlichen Belastbarkeit frühzeitig zu erkennen und die Sportler in ihrer Sportausübung sportmedizinisch zu beraten.

Darüber hinaus wird auch die individuelle Leistungsentwicklung und -perspektive untersucht. Dazu gehört auch die Vorortbetreuung von Leistungssportlern in Training und Wettkampf wie unlängst bei der Leichtathletik WM in Berlin oder aber auch im Profi-Fussball und Basketball. Auch am Olympiastützpunkt Stuttgart sichern die Tübinger Experten die sportmedizinisch-internistische und leistungsdiagnostische Betreuung der dortigen Bundes- und Landeskaderathleten.

Athleten mit einem wöchentlichen Trainingsumfang von mindestens 10 Stunden, die an der Studie teilnehmen möchten, können sich am Universitätsklinikum Tübingen bei Privatdozent Christof Burgstahler für für weiterführende Informationen melden. E-Mail: christof.burgstahler@med.uni-tuebingen.de

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