Ärzte Zeitung online, 22.02.2010
Mit Mikrobläschen und Goldpartikeln Tumoren auf der Spur
BOCHUM (eb). Ein neues Bildgebungsverfahren für die Tumordiagnostik und -behandlung entwickeln Forscher am Lehrstuhl für Medizintechnik in Bochum. Die Wissenschaftler kombinieren Mikrobläschen und Goldnanopartikel zu einem Kontrastmittel, das nicht nur den Ort eines Tumors anzeigt, sondern auch seine Struktur.

Hochfrequentes Ultraschallbild eines Tumors (links) und überlagerte Analyse der Einströmung von Mikrobläschen in die Blutgefäße des Tumors (rechts). © RUB
"Wir entwickeln in unserem Teilprojekt ein Abbildungssystem, das die beiden Verfahren mit Mikrobläschen und Goldnanopartikeln integriert und quantitative Messungen ermöglicht", so Professor Georg Schmitz von der Uni Bochum. "Dabei entstehen Bildgebungsverfahren, mit denen wir möglichst geringe Mengen dieser tumorspezifischen Kontrastmittel nachweisen können."
Da der Einsatz auf das Gefäßsystem beschränkt ist, untersuchen die Forscher auch fotoakustische Verfahren. Hierbei verwenden die Wissenschaftler als Kontrastmittel etwa Goldnanopartikel, die tiefer ins Gewebe eindringen und über entsprechende Beschichtungen tumorspezifisch binden. In Zukunft soll dies Auskunft über die physiologischen Vorgänge im Tumorgewebe geben.
Die Bochumer Forscher gehören zu dem Forschungsprojekt "ForSaTum" (Forschungssatellit für eine beschleunigte Umsetzung neuer Tumorbehandlungskonzepte). Sie werden mit 1,2 Millionen Euro für drei Jahre gefördert.
Weitere Informationen zum Projekt "ForSaTum"

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