Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 11.05.2010

Bei Bauchaorten-Aneurysma bleibt die Op mehr als jedem Zweiten erspart

BERLIN (gvg). Aus Anlass der Eröffnung des 91. Deutschen Röntgenkongresses verweisen Radiologen auf die großen Erfolge der interventionellen Radiologie in den vergangenen Jahren. Ob Bauchaorta oder Beckenachse: Kathetereingriffe werden zunehmend zum Standard.

Die Gefäßmedizin ist das Schwerpunktthema des diesjährigen Röntgenkongresses. Zu Recht, wie Kongresspräsident Professor Walter Gross-Fengels aus Hamburg betonte. Denn an der interventionellen Radiologie komme heute in der Gefäßmedizin niemand mehr vorbei.

Am deutlichsten zeige sich das im Bereich der Beckenarterien, wo mittlerweile über 75 Prozent aller Eingriffe interventionell erfolgen und nur ein Viertel operativ. "Vor zehn Jahren war das noch genau umgekehrt", so Gross-Fengels. Ein ähnlicher Paradigmenwechsel vollziehe sich gerade bei Aneurysmen der Bauchaorta (BAA). "Dort kann heute prinzipiell mehr als der Hälfte der Patienten die offene Operation erspart werden."

Zwar wird beim BAA derzeit noch mehr operiert als interveniert. Das dürfte sich aber über kurz oder lang ändern. "Der Trend zum interventionellen Vorgehen ist ungebrochen und deutlich, und wir wissen mittlerweile auch, dass wir den meisten Patienten eine Operation damit nicht nur kurzfristig, sondern auf Dauer ersparen können."

Professor Karl-Ludwig Schulte, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, die als Partner beim Röntgenkongress mit an Bord ist, betonte die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit gerade im Bereich der Gefäßmedizin. Er verwies auf die großen Erfolge bei der Implementierung von Gefäßzentren in Deutschland. "Diese zertifizierten, interdisziplinären Zentren sind zum Vorbild für viele andere Fachdisziplinen geworden", so Schulte. Mittlerweile gebe es deutschlandweit mehr als 100 derartige Einrichtungen.

Als besonders erfreulich werteten es die Experten, dass die Krankenkassen die Arbeit der Fachgesellschaften anerkennen und zertifizierten Zentren mittlerweile Zuschläge bezahlen, die teilweise im sechsstelligen Bereich lägen. Pläne, wonach bestimmte Leistungen nur noch dann zu erstatten sind, wenn sie an einem Gefäßzentrum erbracht werden, wurden von den Experten begrüßt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »