Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 17.06.2011

Ölwechsel schützt vorm Schlaganfall

Wer noch immer kein Olivenöl auf seiner Speisekarte hat, sollte bald einen Ölwechsel einplanen. Denn nach Ergebnissen einer Studie aus Frankreich hat ein hoher Olivenölkonsum nicht nur eine kardioprotektive Wirkung - er kann auch das Schlaganfallrisiko mindern.

Ölwechsel schützt vorm Schlaganfall

Olivenöl: Nicht nur gut fürs Herz, sondern offenbar auch gegen Schlaganfälle.

© Comugnero Silvana / fotolia.com

BORDEAUX (MUC/bs). Olivenöl ist eine wichtige Zutat der Mittelmeer-Diät und scheint deren kardioprotektive Wirkung zumindest teilweise zu erklären. Auch im Hinblick auf neurologische Erkrankungen wird inzwischen ein möglicher Nutzen der Mittelmeer-Diät erforscht. Einer Studie aus Frankreich zufolge kann ein hoher Olivenölkonsum das Schlaganfallrisiko mindern.

Für die prospektive Untersuchung wurden 8870 Teilnehmer der 3-Städte-Studie (Bordeaux, Dijon, Montpellier) ausgewählt. Sie waren mindestens 65 Jahre alt und ohne Schlaganfall in der Vorgeschichte (Neurology online 15. Juni).

Bei den meisten Probanden (7625, Gruppe A) wurde zu Studienbeginn erfasst, wie viel Olivenöl sie zu sich nahmen. Bei den übrigen Studienteilnehmern (1245, Gruppe B) wurden anfangs die Fettsäurespiegel im Plasma gemessen. Die Plasma-Ölsäure wurde als Marker für den Olivenölkonsum verwendet.

40 Prozent geringeres Schlaganfall-Risiko

Nach einer mittleren Beobachtungszeit von fünf Jahren hatten sich in der Gruppe A 148 Schlaganfälle ereignet, davon 115 ischämische, 28 hämorrhagische und 5 mit unklarer Ursache.

Im Vergleich zu Personen, die nie Olivenöl verwendeten, hatten Personen, die mit Olivenöl kochten und Salate zubereiteten, ein um 41 Prozent niedrigeres Risiko für einen Schlaganfall (p = 0,03).

Bei der Berechnung dieser Risikoreduktion wurden bekannte Risikofaktoren für einen Schlaganfall herausgerechnet. Allerdings konnte nur hinsichtlich der ischämischen Schlaganfälle eine signifikante Schutzwirkung belegt werden.

Ernährungsempfehlung zur Schlaganfallprävention

In der Gruppe B erlitten innerhalb von fünf Jahren 27 Personen einen Schlaganfall, in 20 Fällen ischämisch bedingt, in sieben Fällen hämorrhagisch. Nach dem Abgleich anderer Risikofaktoren fand sich auch hier eine inverse Korrelation zwischen Plasma-Ölsäure und Schlaganfallrisiko.

Bei dem Drittel der Probanden mit dem höchsten Ausgangsspiegel (≥ 22 Prozent Gesamtfettsäure-Anteil) war das Insultrisiko um 73 Prozent niedriger als bei dem Drittel mit den niedrigsten Ölsäure-Konzentrationen (≤ 19%) (p = 0,03).

Die Plasma-Ölsäure ist den Studienautoren zufolge zwar kein spezifischer Marker für den Olivenölkonsum, sondern wird zum Beispiel  auch durch Butter in die Höhe getrieben. Es konnte aber eine Korrelation zwischen Plasma-Ölsäure und dem Olivenölgebrauch gezeigt werden.

Nach Einschätzung der Autoren belegt ihre Studie "einen engen Zusammenhang zwischen hohem Olivenölkonsum und niedrigem Schlaganfallrisiko". Die Daten würden dafür sprechen, Olivenöl in die Ernährungsempfehlungen zur Schlaganfallprävention aufzunehmen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »