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Ärzte Zeitung online, 04.08.2011

Nachwuchs von gestressten Müttern hat kürzere Lebenserwartung

FREIBURG (eb). Stress in der Schwangerschaft wirkt sich auf doppelte Weise negativ aus: sowohl bei der werdenden Mutter als auch beim Nachwuchs.

Die Entwicklung von Neugeborenen und jungen Erwachsenen kann bekanntlich von einer Reihe früher Umweltfaktoren beeinflusst werden, die bereits vor der Geburt auf den Embryo einwirken, erinnert die Universität Freiburg.

Studien hätten etwa Hinweise gebracht, dass zum Beispiel Stress in der Schwangerschaft das Risiko für Kinder erhöhen kann, später eine Zivilisationskrankheit wie Typ-2-Diabetes zu bekommen.

Ein internationales Forscherteam, an dem der Freiburger Psychologe Dr. Robert Kumsta beteiligt war, hat einen neuen Aspekt aufgezeigt: Junge Erwachsene, deren Mütter während der Schwangerschaft etwa durch den Tod des Partners erheblichem Stress ausgesetzt waren, haben bedeutend kürzere Telomere als Gleichaltrige (PNAS 2011; online 3. August).

Telomere sind DNA-Proteinkomplexe, die die Enden der Chromosome bilden und das Altern der Zellen anzeigen. Bei den jungen Erwachsenen, deren Mütter in der Schwangerschaft unter Stress gelitten haben, waren die Zellen quasi um dreieinhalb Jahre älter als bei einer Vergleichsgruppe ohne Stress..

Das Ergebnis der Studie trage dazu bei, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie frühe Umweltfaktoren biologisch festgeschrieben werden und lebenslang wirken können, heißt es in der universitären Mitteilung.

Vor allem um stressbezogenen Erkrankungen, die zu einem späteren Zeitpunkt auftreten, zu behandeln und ihnen vorzubeugen, seien die Forschungsergebnisse von Bedeutung.

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