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Ärzte Zeitung, 10.10.2011

Anstieg der Klappenkrankheit nur scheinbar?

DÜSSELDORF (eb). Die Sterblichkeit bei den Klappenkrankheiten ist in Deutschland zwischen 2000 und 2010 von 9,8 auf 16,2 pro 100.000 Einwohner gestiegen. Sie schwankte 2009 von 8,5 in Schleswig-Holstein bis 22,3 im Saarland.

Das ergab eine Auswertung der Todesursachenstatistik auf Basis von Leichenschauscheinen. Vorgestellt hat sie Dr. Ernst Bruckenberger auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Düsseldorf.

"Diese vermeintliche Zunahme der Sterblichkeit ist allerdings nicht nachvollziehbar", so der Kommentar von DGK-Pressesprecher Professor Eckart Fleck aus Berlin.

Aortenklappen-Register wird ausgewertet

Sie spiegele wohl die größere Aufmerksamkeit für Herzklappen-Erkrankungen wider, die durch das Aufkommen von neuen Therapien zustande kam.

Die zeitliche Übereinstimmung zwischen der Einführung kathetergestützter Klappen-Reparaturen und dem sprunghaften Anstieg der Todesursachen sei nicht plausibel. Die Auswertung des Aortenklappen-Registers werde Aufschluss geben.

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