Ärzte Zeitung, 29.08.2012

Fukushima

Mehr Herzprobleme nach Erdbeben

Japan: Mehr akute Herzprobleme nach dem Erdbeben

MÜNCHEN (eb). Nach dem japanischen Erdbeben am 11. März 2011 ist im Bezirk Miyagi die Zahl von Patienten mit akuten Herz-Kreislauf-Problemen (pro Woche) deutlich gestiegen.

Bei Herzschwäche nahm die Zahl von 20 auf 60, bei akutem Koronarsyndrom von 3 auf 25, bei Schlaganfall von 70 auf 110, bei Herzstillstand von 40 auf 80 zu.

Forscher hatten Rettungsdienst-Protokolle von 11. Februar bis 30. Juni ausgewertet. Einen zweiten Gipfel bei Schlaganfall und Herzstillstand gab es beim stärksten Nachbeben am 7. April 2011.

Erklärung: Durch Aktivierung des Sympathikus stieg der Blutdruck, Rhythmusstörungen häuften sich, so dass sich vorbestehende Erkrankungen verschlechterten. Auch Infektionen und Unterbrechungen der Medikation sind Faktoren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »