Ärzte Zeitung, 12.09.2012

Herzinfarkt

Wadenschmerzen als Warnsignal

FRANKFURT AM MAIN (eb). Bestimmte Formen von Beinschmerzen können ein erhöhtes Herzinfarktrisiko anzeigen. Wachsamkeit ist vor allem bei Wadenschmerzen geboten, die beim Gehen auftreten und beim Stehenbleiben nachlassen, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Herzstiftung.

Gleiches gilt für Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen, vor allem wenn Aufstehen für Linderung sorgt.

Denn beide Schmerzformen seien ein typisches Symptom einer Atherosklerose, bei der es aufgrund von Ablagerungen in den Adern an unterschiedlichen Stellen des Körpers zu Durchblutungsstörungen kommt, wird Professor Eike Sebastian Debus von der Klinik für Gefäßmedizin am Universitären Herzzentrum Hamburg in der Mitteilung zitiert.

Da die Beine bei einer Atherosklerose im Vergleich zum Herzen häufig erst relativ spät betroffen sind, ist bei solchen Beinschmerzen oft schon eine deutliche Verkalkung der Herzkranzgefäße vorhanden, was später zu einem Herzinfarkt führen kann.

Bei den Patienten sollten deshalb nicht nur die Beine untersucht werden, sondern in regelmäßigen Abständen auch das Herz. Wie ernst die Herzinfarktgefahr zu nehmen ist, unterstreichen Erhebungen, wonach 75 Prozent der Patienten später einem Herzinfarkt erliegen, weit mehr als der Bundesdurchschnitt.

Wie man sich vor einer Atherosklerose schützen kann, die in Deutschland bei etwa einer Million Menschen für Beinschmerzen verantwortlich ist, erläutert die Herzstiftung unter: www.herzstiftung.de/ schmerzen-in-den-beinen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »