Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung App, 09.12.2014

Angeborene Herzfehler

Auswirkungen der Fontan-Op auf der Spur

FRANKFURT AM MAIN. Für seine Forschungen auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler ist jetzt Philip Wegner vom Uniklinikum Schleswig-Holstein / Campus Kiel mit der Gerd-Killian-Projektförderung ausgezeichnet worden.

Das Forschungsvorhaben wird von der Deutschen Herzstiftung e. V. gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e. V. (DGPK) mit 60.000 Euro unterstützt, heißt es in einer Mitteilung der Gesellschaften.

Der Assistenzarzt aus Kiel möchte mit seinen Forschungen, die treibenden Kräfte des Blutflusses in der Fontan-Zirkulation, besonders die Hämodynamik in ihrer komplexen Abhängigkeit von Atemzyklus, Herzzyklus und deren Interaktion besser verstehen.

Kinder, die mit nur einer funktionsfähigen Herzkammer auf die Welt kommen, also mit funktionell univentrikulärem Herz,benötigen in den ersten Lebensjahren mehrere Herzoperationen. Das Ergebnis dieser Eingriffe ist die Fontan- Zirkulation: Die Herzkammer pumpt sauerstoffreiches, arterielles Blut aktiv durch den Körperkreislauf.

Die obere und die untere Hohlvene werden direkt an die Pulmonalarterien angeschlossen, sodass sauerstoffarmes Blut "passiv" in die Lungen fließt. Bei manchen Kindern mit Fontan-Zirkulation kommt es zum Versagen dieses Kreislaufs, dessen Ursachen noch weitgehend unklar sind. Dass der Blutfluss nicht nur von der Herzfunktion abhängig ist, sondern auch Effekte von der Atmung ausgehen können, ist ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen von Wegner.

Vermutet wird ein ausgeprägter Effekt auf den venösen Rückfluss des Blutes in die Lungen. Dieser Effekt wird als eine Art respiratorische Pumpe beschrieben, die während der Einatmung das Blut in die Lunge saugt.

Bei den Untersuchungen kommen neue Methoden der Magnetresonanztomographie zum Einsatz (sog. 4D-Fluss-MRT), mit deren Hilfe räumlich und zeitlich hoch aufgelöste Blutflussprofile und komplexe Strömungsparameter gemessen und visuell dargestellt werden können. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »