Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 17.02.2015

ERC-Grant

Erforschung künstlicher Blutgefäße ausgezeichnet

MAINZ. Der Mainzer Molekularbiologe Professor Werner E. G. Müller wird zum dritten Mal mit einem ERC-Grant (Europäischer Forschungsrat) ausgezeichnet.

Dabei handelt es sich um die höchstrangige Forschungsförderung der EU, sie beläuft sich auf rund 150.000 Euro, heißt es in einer Mitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Der Wissenschaftler erhält den Preis für die Erforschung künstlicher Blutgefäße. Müller möchte damit die Herstellung künstlicher Blutgefäße vorantreiben. Dabei baut er auf neu entdeckte Eigenschaften biologischer Makromoleküle.

Die innovativen Gefäßimplantate könnten in Zukunft beispielsweise bei Bypass-Operationen zum Einsatz kommen. Dieses Forschungsvorhaben setzt Müller zusammen mit Privatdozent Dr. Bernhard Dorweiler von der Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (HTG) der Universitätsmedizin Mainz um.

Schwämme als Vorbilder für Skelettbildung

Schwämme, die ältesten Tiere des Planeten Erde, sind mithilfe eines Enzyms in der Lage, ein anorganisches Biosilicat-Skelett herzustellen. Müller fand bereits vor Jahren heraus, dass dieses Biosilicat biologisch aktiv ist und die Knochenbildung fördert.

Diese Entdeckung veranlasste ihn dazu, nach weiteren biologisch aktiven anorganischen Makromolekülen zu suchen.

Er stieß auf anorganische Polyphosphate, das heißt energiereiche Polymere, die nicht nur für die Knochenbildung interessant sind: Vielmehr zeigte sich, dass sich mit diesen anorganischen Polyphosphaten im Verbund mit anderen Polymeren leicht kleinkalibrige Gefäßstrukturen mit günstigen Materialeigenschaften erzeugen lassen.

Diese kleinkalibrigen Gefäßstrukturen eignen sich potentiell zur Herstellung künstlicher Blutgefäße. Um hier optimale Ergebnisse zu erzielen, ist Müller eine enge Kooperation mit Dorweiler eingegangen.

"Auf Basis unserer Forschungserkenntnisse gilt es jetzt, innovative Gefäßimplantate zu entwickeln, insbesondere Gefäßimplantate mit geringen Durchmessern. Diese innovativen Gefäßimplantate könnten in Zukunft beispielsweise bei Bypass-Operationen am Gefäßsystem zum Einsatz kommen", wird Müller in der Mitteilung zitiert.

Aktuell werden Gefäßersatzmaterialien hauptsächlich aus Kunststoff hergestellt, die dabei verwendeten Materialien haben sich jedoch ausschließlich bei der Herstellung von Gefäßimplantaten mit größeren Durchmessern bewährt. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »