Ärzte Zeitung, 16.03.2016

WHO

Millionen Todesfälle durch Umweltschäden

GENF Giftstoffe im Wasser oder Luftverschmutzung: Millionen Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr an Krankheiten, die durch Umweltbelastungen ausgelöst werden.

Allein im Jahr 2012 sind 12,6 Millionen Menschen an solchen Erkrankungen gestorben, heißt es in einer am Montag veröffentlichten WHO-Studie.

An Krankheiten infolge Luftverschmutzung seien weltweit 8,2 Millionen Menschen gestorben, dazu zählt aber auch das Passivrauchen. Herzkrankheiten, Krebs und andere nichtinfektiöse Erkrankungen seien zu zwei Dritteln Ursache für Todesfälle infolge von Umweltbelastungen.

Todesfälle durch infektiöse Krankheiten sind dagegen zurückgegangen. (dpa)

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[16.03.2016, 13:19:14]
Dr. Horst Grünwoldt 
WHO-Meldungen
Wer von den Damen und Herren im noblen Genf, dem "head"-quarter der Weltgesundheits-Organisation, hat schon jemals globale Feldforschung zur Erzielung ihrer (Horror-)Nachrichten durchgeführt?
Statt uns epidemiologisch fragwürdige Todesziffern zu vermitteln, sollten sie sich nach m.E. auf gesundheitliche Gefahren jeder Art an bestimmten Länder/Regional-"hot spots" mit konkreter Krankheits-Relevanz in ihrem weltweiten network konzentrieren; und dort jeweils Gesundheits-Arbeit leisten.
Pauschal von "Giftstoffe im Wasser", Luftverschmutzung und sonstigen "Umweltbelastungen" zu posaunen, bringt -außer blinden Alarmismus- keine Aufklärung über konkrete, gesundheitliche Gefahren.
So wenig wie in einer ganzheitlichen, modernen Medizin, Todesfälle auf einen einzigen Krankheits-"Erreger" -wie einst im Zeitalter der "Seuchen"- zurückgeführt werden können, so kann eine individuelle, finale Pathogenese auch nicht nebulös auf bestimmte Umwelt-Einflüsse zurückgeführt werden. Das dient alleine den Sammelklagen von US-Anwaltskanzleien.
Seit geraumer Zeit haben wir in D ja nicht nur das fächerübergreifende Gebiet der ökologischen oder Umwelthygiene, sondern sogar das der "Umweltmedizin"! Was immer Letzteres bedeuten mag, wer soll denn da aus ärztlicher Verantwortung auch noch die Umwelt therapieren?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


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