Ärzte Zeitung, 27.01.2004

Erfolg mit Sartan bei Linksherzhypertrophie

Doppelblind-Studie / Mehr als 200 Hypertoniker erhielten Irbesartan oder Atenolol

SAN DIEGO (pr). In einer Vergleichsstudie hat Irbesartan effektiver als Atenolol strukturelle Veränderungen wie eine Linksherzhypertrophie an Herzen von Hypertonikern reduziert.

Ergebnisse dazu hat Dr. Markus Schneider von der Universität Erlangen bei einer Nephrologie-Tagung in San Diego im US-Staat Kalifornien vorgestellt. Bei den in einer Studie untersuchten Hypertonikern, die den AT-II-Blocker erhalten hatten, hatte sich die linksventrikuläre Masse vermindert, nicht jedoch bei den mit Atenolol behandelten Patienten.

Da frühe strukturelle Veränderungen wie eine erhöhte Intima-Media-Dicke oder eine Zunahme der linksventrikulären Masse das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen erhöhen, sei es wünschenswert, derartige Veränderungen früh zu erkennen und die Patienten entsprechend zu behandeln.

In die Doppelblind-Studie wurden 240 Patienten mit milder oder moderater Hypertonie und erhöhter Intima-Media-Dicke sowie linksventrikulärer Hypertrophie mit Irbesartan (in Deutschland als Aprovel® und Karvea® auf dem Markt) oder mit Atenolol für 18 Monate behandelt. Sie wurden zu Beginn und nach 18 Monaten echokardiographisch und mit einem EKG untersucht.

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