Ärzte Zeitung, 22.07.2004

Vorteil für Selbstkontrolle

Metaanalyse zur Blutdruckmessung / 18 Studien

LONDON (ikr). Wenn man Patienten mit Hypertonie empfiehlt, sich ein Blutdruckmeßgerät zur Selbstmessung anzuschaffen, liegt man damit goldrichtig. Denn: Hypertoniker, die ihren Blutdruck selbst messen, haben den Blutdruck besser unter Kontrolle als Patienten, bei denen nur der Arzt mißt.

Das bestätigt eine Metanalyse von 18 randomisierten Studien (BMJ 329, 2004, 145). Bei Patienten, die den Blutdruck selbst messen, ist demnach der systolische Druck im Mittel um 2,2 mmHg und der diastolische Druck um 1,9 mmHg niedriger als bei ausschließlicher Praxismessung. Und der Zielblutdruck wird von mehr Patienten erreicht.

Der Unterschied sei zwar gering, habe aber wahrscheinlich einen wesentlichen Einfluß auf das vaskuläre Risiko, so die britischen Forscher.

Topics
Schlagworte
Bluthochdruck (1428)
Krankheiten
Bluthochdruck (3179)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Diabetes-Risiken sind alarmierend häufig

Mehr als 21.000 Passanten in Einkaufszentren haben in den vergangenen zehn Jahren bei der Aktion "Gesünder unter 7" ihr Diabetes-Risiko abklären lassen. Die Ergebnisse sind dramatisch. mehr »

"Man schafft viel"

Anja Junker ist "Ärztin ohne Grenzen": Vier Einsätze in Afrika und Südamerika hat die 43-Jährige für die Organisation absolviert. Manche brachten sie an die Grenze der Erschöpfung. mehr »

Lösung für Hygienemuffel

Ärzte in Kliniken sind anscheinend oft größere Hygienemuffel als ihre Patienten. Denn sie desinfizieren sich seltener die Hände – gerade in sensiblen Bereichen. mehr »