Ärzte Zeitung, 20.10.2004

Creutzfeldt-Preis für Präparat mit Olmesartan

HAMBURG (nke). Der AT1-Rezep-torblocker Votum® (Olmesartan) ist mit dem diesjährigen H.G. Creutzfeldt-Arzneimittelpreis ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis würdigt das H.G. Creutzfeldt-Institut jedes Jahr Arzneimittel, die sich in Klinik und Praxis bewährt haben.

Als "ökonomisches First-line-Therapeutikum mit hohem Zukunftspotential" bezeichnete Professor Günther Linß aus Berlin das ausgezeichnete Medikament in seiner Laudatio. Besonders bemerkenswert sei der schnelle Wirkungseintritt mit vollem blutdrucksenkendem Effekt bereits nach zwei Wochen. Weitere Vorzüge sind nach Angaben von Linß eine sehr gute Kombinierbarkeit, eine hohe Ansprechrate von etwa 75 Prozent, die 24-Stunden-Wirksamkeit sowie die sehr gute Verträglichkeit von Olmesartan.

"Die Rate unerwünschter Wirkungen liegt auf Placeboniveau", so Linß. "Eine Dosisabhängigkeit liegt nicht vor." In Tierversuchen habe sich die Substanz auch als organprotektiv erwiesen, vor allem bei einer gestörten Endothelfunktion. Der ärztliche Leiter der Klinik Henningsdorf empfahl bei Hypertonikern mit Typ 2 Diabetes, diabetischer Mikroalbuminurie, Proteinurie, linksventrikulärer Hypertrophie oder ACE-Hemmer-Unverträglichkeit grundsätzlich einen AT1-Rezeptorblocker. Auch als Monotherapie bei der Initiierung einer Blutdruckbehandlung sei ein Sartan geeignet.

In der Begründung für die Preisvergabe an Olmesartan hob Professor Dieter Müller vom Hamburger Uni-Klinikum die Wirksamkeit und hohe Therapiesicherheit der Substanz hervor sowie die Einsatzmöglichkeit in der Langzeittherapie besonders auch bei alten Patienten. "Olmesartan ist unverzichtbar in der modernen blutdrucksenkenden Therapie", betonte der Jury-Vorsitzende bei der Preisvergabe in Hamburg. Positiv bewertete er auch die gute Relation von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Schnelltests - meist ein Fall für die GOÄ

Schnell und medizinisch sinnvoll – aber von gesetzlichen Krankenkassen meist nicht bezahlt: Laborschnelltests liegen im Trend. Für Hausärzte sind sie oft auch eine Selbstzahler-Option. mehr »