Ärzte Zeitung, 19.10.2005

Sartan ist bei adipösen Hypertonikern vorteilhaft

Hypertonie bei Adipositas - die Herausforderung nimmt zu

GRÜNWALD (sto). Eine wachsende Herausforderung in der Hochdruckbehandlung sind die immer häufigeren übergewichtigen oder adipöser Hypertoniker. Da bei ihnen das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System besonders aktiviert ist, sind Substanzen wie ACE-Hemmer und AT1-Antagonisten wie Irbesartan besonders geeignet, eine effektive Blutdrucksenkung zu erreichen.

In der BIG (Best practice with Irbesartan in overweight and obese patients)-Studie sei belegt worden, daß mit Irbesartan der Blutdruck unabhängig vom Gewicht gleich effektiv gesenkt werden kann, berichtete Dr. Kai Hahn bei den Grünwalder Gesprächen, die von Sanofi-Aventis unterstützt wurden.

Je nach Körpergewicht benötigten 60 bis 70 Prozent der Patienten zur Blutdrucksenkung nur Irbesartan oder das Kombinationspräparat Irbesartan plus Hydrochlorothiazid in einer Tablette (vom Unternehmen als CoAprovel® angeboten).

In einer anderen Studie erreichten 60 Prozent der Patienten mit der Fixkombination von 150 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid nach zwei Monaten einen Blutdruck von unter 140 zu 90 mmHg. Nach sechs und zwölf Monaten waren es 70 Prozent.

Daß die Senkung des Blutdrucks auf Normalwerte das Risiko kardiovaskulärer Folgeschäden reduziert und damit einen lebensverlängernden Effekt hat, ist inzwischen hinreichend belegt. Dennoch sei bei den meisten Hypertonikern in Deutschland der Blutdruck noch nicht ausreichend gesenkt, soi der niedergelassene Nephrologe und Internist aus Dortmund..

Von den nach Schätzungen 30 Mil-lionen Menschen mit zu hohem Blut-druck in Deutschland sei bei weniger als der Hälfte die Erkrankung be-kannt und von diesen wiederum wer-de nur etwa die Hälfte regelmäßig behandelt, sagte Hahn.

Das Problem dabei, so Hahn: Nur etwa 50 Prozent der antihypertensiv behandelten Patienten erreichen einen normalen Blutdruck.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »