Ärzte Zeitung, 27.02.2007

Novartis kritisiert Vorbericht zu Antihypertensiva

NEU-ISENBURG (eb). Der Vorbericht des IQWiG zu Antihypertensiva (wir berichteten) missachte Verfahrens-Regeln des neuen GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes. Darauf weist Novartis hin. Das Verfahren solle daher neu aufgerollt werden, so das Unternehmen.

Der Gesetzgeber habe im neuen GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, das zum 1. April in Kraft treten wird, neue Regeln für die Bewertung durch das IQWiG festgelegt, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Das neue Gesetz solle auch für alle laufenden Verfahren gelten. Festgelegt sei darin, dass das Institut ab sofort im Rahmen seiner Bewertungsverfahren internationale Standards berücksichtigen müsse.

"Außerdem sieht das neue Gesetz vor, dass die Betroffenen - insbesondere Patienten und Industrie - in allen Verfahrensabschnitten beteiligt werden, also auch schon bei der Erstellung des Berichtsplans und der Definition der Methodik", so Novartis. Diese Verfahrens-Regeln seien bei der Erstellung des Vorberichtes zu Antihypertensiva bisher nicht berücksichtigt worden.

Das Unternehmen kritisiert außerdem, dass der IQWiG-Vorbericht im Widerspruch zu Leitlinien und Bedürfnissen von Patienten stehe. Die vorläufige Schlussfolgerung laute, dass bei Diuretika der Nutzen in der Bluthochdrucktherapie am besten belegt sei. Gleichzeitig stelle das Institut aber fest, dass unter Diuretika die Rate der Diabetes-Manifestationen am höchsten war. Die Sartane wiesen im Vergleich zu anderen Antihypertensiva die geringste Rate auf.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »