Ärzte Zeitung online, 04.07.2008

Bluthochdruck-Folgen machen Frauenherzen mehr zu schaffen

NEW YORK CITY (Rö). Offenbar geht die linksventrikuläre Hypertrophie durch eine antihypertensive Therapie bei Frauen weniger stark zurück bei Männern - auch wenn der Blutdruck gleich stark gesenkt wird.

Bluthochdruck-Folgen machen Frauenherzen mehr zu schaffen.

Foto: s.kaulitzki©www.fotolia.de

Wie eine antihypertensive Therapie die linksventrikuläre Hypertrophie vermindert, hat Dr. Peter M. Okin vom Cornell Medical College in New York City zusammen mit Kollegen anderer Universitäten mittels EKG-Auswertungen festgestellt (Hypertension 52, 2008, 100). Die Datenbasis stammt von 9193 Patienten der LIFE*-Studie, die mit Losartan oder Atenolol behandelt wurden.

Bei linksventrikuläre Hypertrophie gibt es typische EKG-Veränderungen. Errechnet wurden Veränderungen der linksventrikulären Masse dabei mit zwei Standardmethoden: aus den Veränderungen des Cornell-Produktes, also der QRS-Dauer mal der QRS Amplitude und denen des Sokolow-Lyon-Indexes, also der Summe der Spannungen von S und R in mV. Bei beiden Methoden schnitten Frauen signifikant schlechter ab als Männer.

Dieser Effekt war unabhängig von der erreichten Blutdrucksenkung, der Art der Medikation und vom Alter.

* LIFE bedeutet: Losartan Intervention for Endpoint Reduction in Hypertension Study Investigators

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