Ärzte Zeitung, 20.07.2007

Sommerakademie 2007

Das A und O der Primärprävention der Hirninfarkte

Das A und O bei der Primärprävention der Apoplexie ist ein gut eingestellter Blutdruck. Das haben viele große Interventionsstudien belegt. Dabei sollte der Blutdruck unter 140/90 mmHg gesenkt werden. Denn: Die Rate für einen tödlichen Schlaganfall wird dadurch um ein Drittel und die Häufigkeit von Schlaganfällen um über 40 Prozent im Vergleich zu Placebo vermindert.

Aber: Blutdrucksenkung ist nicht gleich Blutdrucksenkung - nicht nur auf das Ausmaß kommt es an. So ist in der LIFE-Studie bei Hypertonikern mit linksventrikulärer Hypertrophie belegt worden, dass mit Losartan (Lorzaar®) die Schlaganfall-Rate um 25 Prozent niedriger ist als mit Atenolol. Für Candesartan (als Atacand® und Blopress® auf dem Markt) hat die SCOPE-Studie bei isolierter systolischer Hypertonie eine um 42 Prozent verminderte Schlaganfall-Rate als bei Placebo ergeben.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Primärprävention ist die Senkung des LDL-Cholesterins. Denn gesenkte Werte korrelieren eng mit der Risikoreduktion. Das hat eine Meta-Analyse mit 90 000 Patienten ergeben. Demnach gilt zumindest bis herunter zu einem LDL-Wert von 60 mg/dl: Jede Senkung des LDL-Cholesterins um 40 mg/dl durch eine Statin-Therapie mindert das Risiko für einen Schlaganfall innerhalb der nächsten fünf Jahre um 17 Prozent. (cin)

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