Ärzte Zeitung, 22.09.2008

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Hier stellt sich der Kandidat vor.

Praxis

"Bei etlichen Patienten wird die Therapie erleichtert"

Der Resorptionshemmer Ezetimib als Bestandteil des Kombinationspräparates Inegy® hilft Patienten, die auf ein Statin nicht oder nicht ausreichend ansprechen, doch noch ihren LDL-Zielwert zu erreichen.

"Der zusätzliche Eingriff erleichtert uns die Therapie in etlichen Fällen", sagt der niedergelassene Allgemeinarzt Dr. Michael Elberfeld aus Leverkusen, der persönlich Erfahrungen mit der Therapie hat. Statine seien zur Senkung gefährlich hoher LDL-Werte sehr bewährt und sehr effektiv. Aber es gebe nun einmal Patienten, die auf diese Wirkstoffe nicht oder nicht ausreichend ansprechen. "Für diese haben wir jetzt eine therapeutische Alternative", so Elberfeld im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Zudem gebe es die Erfahrung, dass manche Lipid-Patienten Cholesterin aus dem Darm besonders stark resorbieren. Diese Patienten sprächen dann natürlich besonders gut auf die Kombinationstherapie mit Ezetimib/Simvastatin an.

Auch die Monotherapie mit dem innovativen Cholesterin-Resorptionshemmer Ezetimib habe für manche Patienten Vorteile, so Elberfeld. Es gebe ja nun einmal Patienten, die ein Statin nicht vertrügen oder mit einer starken CK-Erhöhung, also einer Erhöhung von Muskelenzymen, auf mehr als das Zwei- bis Fünffache der Norm reagierten. Elberfeld: "Jeder Arzt kennt in seiner Praxis solche Patienten."

Die Effekte der Kombi-Partner ergänzen sich in ihrer Wirkung.

"Mit dem innovativen Wirkstoff Ezetimib lässt sich nach unseren Erfahrungen zusätzlich zum Effekt des Statins eine 20- bis 25-prozentige Reduktion des LDL-Spiegels erreichen", so der Kollege. Damit könnten mit dem innovativen Kombipräparat besonders die Patienten effektiver behandelt werden, die mit einem Statin allein nicht ihren LDL-Zielwert erreichen.

Für solche Patienten sei das duale Wirkprinzip - die Hemmung der Cholesterin-Resorption und die Hemmung der Cholesterin-Synthese - ideal. Denn diese beiden Effekte ergänzten sich ja in ihrer Wirkung: Reduziert man die Cholesterin-Produktion in der Leber, steigt die Resorption aus dem Darm, was den Effekt zum Teil kompensiert, so die Erfahrung. Diese reaktive Resorptionssteigerung zu bremsen, sei ein intelligenter Wirkmechanismus des dualen Wirkprinzips.

Die Kombination aus Ezetimib und Simvastatin sei auch gut für die Compliance und den Aufwand der Behandelnden, so die Erfahrung des niedergelassenen Kollegen. Er gibt ein Beispiel aus der Praxis: Um den LDL-Cholesterinspiegel im Blut zusätzlich um 20 Prozent zu senken, müsste die Dosis des Statins erhöht werden, zum Beispiel bei Simvastatin von 10 mg auf 80 mg. Und das bedeute ja eine deutliche Erhöhung der unerwünschten Wirkungen, so Elberfeld. Laufende CK-Kontrollen könnten nötig werden.

"Ich schöpfe die Höchstdosis nicht aus", so der Allgemeinarzt aus Leverkusen. "Spätestens bei 40 mg Simvastatin stelle ich um auf 20 mg Simvastatin plus 10 mg Ezetimib." (Rö)

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"Innovationen - Forschung in Deutschland und international"
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