Ärzte Zeitung, 28.07.2009

Fermentierter Reis senkt den LDL-Spiegel

NEU-ISENBURG(hub). Eine auf Reis kultivierte Hefe (Monascus purpureus) wirkt positiv auf den Fettstoffwechsel. In einer Studie erhielten je 31 Patienten mit Dyslipidämie entweder zweimal täglich 1,8 g sogenannten Rote-Hefe-Reis oder Placebo über einen Zeitraum von 24 Wochen (Ann Int Med 150, 2009, 830).

Die Ergebnisse: Nach zwölf Wochen war der LDL-Wert bei Patienten in der Hefegruppe um 43 mg/dL im Vergleich zum Ausgangswert gesunken, in der Placebogruppe um 11 mg/dL. Nach 24 Wochen lagen die Unterschiede im LDL-Wert bei 35 mg/dL (rote Hefe) und 15 mg/dL (Placebo). Rote-Hefe-Reis könnte eine Option zur Therapie von Patienten mit erhöhten Blutfettwerten sein, wenn diese keine Statine vertragen, folgern die Autoren.

[28.07.2009, 15:15:17]
Dr. Thomas Simon 
Alter Hut - Roter Reis enthält Lovastatin
Es ist bekannt, von dem Pilz Monascus purpureus befallener, roter Reis, Lovastatin enthält - also nichts Neues. Es ist daher mehr als fraglich, ob Patienten, die Statine nicht vertragen, roten Reis so ohne weiteres tolerieren würden. Sh. dazu:

http://www.mayoclinic.com/health/red-yeast-rice/ns_patient-redyeast

http://www.latimes.com/features/health/la-he-skeptic14jan14,0,5489102.story


Dr.med. Thomas S i m o n zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »