Ärzte Zeitung, 06.02.2008

Leben in den neuen Ländern geht aufs Herz

BERLIN (dpa). Das Risiko, an Herzinfarkt zu sterben, ist im Osten Deutschlands höher als im Westen. Alle ostdeutschen Flächenländer liegen nach einer europaweiten Statistik der Herztodesfälle vor den westdeutschen. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen, wie aus den Daten der Charité Berlin für das Jahr 2000 hervorgeht (Eur Heart J online).

Am höchsten war die Sterberate innerhalb der untersuchten Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen in Deutschland demnach in Sachsen-Anhalt, wo 220 von 100 000 Einwohnern an Herzinfarkten starben. Es folgten Brandenburg (211) und Mecklenburg-Vorpommern (199). Die niedrigste Sterberate durch ischämische Herzkrankheiten hatte Hamburg mit 122 Todesfällen pro 100 000 Einwohner. Davor lagen Baden-Württemberg (127) und Berlin (128).

Europaweit liegt Deutschland mit 157 Herztoten pro 100 000 Einwohner im Mittelfeld. Spitze ist Frankreich mit 65, Schlusslicht Lettland mit 461 pro 100 000.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »