Ärzte Zeitung online, 20.03.2009

Bei Herzerkrankungen hilft möglicherweise auch Psychotherapie

MAINZ (dpa). Patienten mit Herzleiden kann möglicherweise auch eine Psychotherapie helfen. Zwischen Herzerkrankungen und psychischen Leiden wie Depressionen bestünden enge Wechselwirkungen.

Depressive Herzinfarktpatienten hätten ein doppelt so hohes Risiko, innerhalb von zwei Jahren nach dem Infarkt an den Folgen zu sterben als nichtdepressive Patienten. Es gebe somit ein deutlich erhöhtes Risiko für Komplikationen, sagte der Göttinger Klinikdirektor für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Professor Christoph Herrmann-Lingen am Donnerstag bei einem Fachkongress in Mainz.

In einer bundesweiten Studie wird nach Angaben von Herrmann-Lingen nun untersucht, welchen Effekt spezielle psychotherapeutische Behandlungen auf Herzpatienten haben. Beteiligt sind zehn Kliniken in ganz Deutschland. Erste Ergebnisse sollen im Jahr 2013 vorliegen.

In Mainz trafen sich Mediziner und Wissenschaftler zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie sowie des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin. Der Kongress endet an diesem Samstag. Die Veranstalter erwarteten insgesamt mehr als 1000 Teilnehmer.

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