Ärzte Zeitung online, 24.03.2009

Einen Herzinfarkt kann man auch einatmen

Einen Herzinfarkt kann man auch einatmen

Eine hohe Luftverschmutzung kann die Entstehung eines Herzinfarktes begünstigen.

Foto: Fotolia.de

Bethesda (hub). Ist die Luftverschmutzung hoch, ist auch die Zahl von Herzinfarkten hoch. Das haben Studien aus mittlerweile 250 Metropolen rund um den Globus ergeben, erinnert die US-Gesellschaft für Physiologie in einer Mitteilung. So ist etwa in Salt Lake City die Sterberate um vier bis sechs Prozent gesunken, nachdem eine Stahlhütte die Produktion gestoppt hatte. Die Sterberate stieg erneut, nachdem die Hütte wiedereröffnet wurde.

Nicht nur Feinstaub und Ozon, auch Aldehyde - etwa aus Tabakrauch oder Autoabgasen - erhöhen die Herzinfarktrate. Forscher wissen auch wie: Die Chemikalie erhöht den Cholesterinspiegel und aktiviert Enzyme, die zu Plaquesrupturen und damit zum Herzinfarkt führen können.

Die US-Physiologen raten gefährdeten Patienten: Wenn die Luft stark verschmutzt ist, nicht draußen sondern drinnen trainieren, für das Freiluft-Training unbedingt die Zeiten der Rush-Hour meiden!

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »