Ärzte Zeitung, 14.04.2009

Ventrikelrekonstruktion enttäuscht in Studie

Eine chirurgische Verkleinerung des dilatierten linken Ventrikels zusätzlich zur koronaren Bypass-Operation ist bei Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz ohne prognostischen Nutzen. Das in der STICH-Studie geprüfte Verfahren der chirurgischen Ventrikelrekonstruktion hat zum Ziel, die normale Geometrie und Größe eines nach Myokardinfarkt sich zunehmend vergrößernden Ventrikels wiederherzustellen.

Zumindest dieses Ziel der Volumenverkleinerung ist in der Studie, an der 1000 Patienten mit KHK-bedingter Herzinsuffizienz beteiligt waren, auch erreicht worden. Die erhofften positiven Folgen der kardialen Formveränderung blieben aber aus: Weder bei Symptomen oder Belastungsfähigkeit, noch bei Ereignissen wie Tod oder Krankenhauseinweisungen gab es einen Unterschied zugunsten der Ventrikelrekonstruktion. (ob)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »