Ärzte Zeitung online, 11.02.2011

Herzinfarkt macht auch vor Hollywood nicht halt

LOS ANGELES (ob). Schlaganfall und Herzinfarkt fordern auch unter den bekannten Filmstars im glamourösen Hollywood ihren Tribut.

Herzinfarkt macht auch vor Hollywood nicht halt

Der berühmte Schriftzug auf den Hollywood Hills: Auch die Stars und Sternchen in Hollywood sind vor Herzinfarkten und Schlaganfällen nicht geschützt.

© dpa

Seit der erstmaligen Verleihung der Oscar-Filmpreise im Jahr 1927 haben bis heute von den mittlerweile 409 dafür nominierten Schauspielern immerhin 15,9 Prozent einen Schlaganfall oder Myokardinfarkt erlitten.

Diese Zahl nannte Dr. Jeffrey Saver aus Los Angeles auf der "International Stroke Conference" der amerikanischen Schlaganfall-Gesellschaft in Los Angeles.

Nach seinen Angaben waren 30 Oscar-Nominierte (7,3 Prozent) im Laufe ihres Leben von einem Schlaganfall und 39 (9,5 Prozent) von einem Herzinfarkt betroffen.

Unter den Betroffenen sind so bekannte Namen wie Bette Davis, James Cagney, Cary Grant, Kirk Douglas, Richard Burton, Grace Kelly, Elisabeth Taylor und James Garner.

Auch Liza Minelli taucht in der Liste auf. Allerdings soll es sich bei ihrem angeblichen Schlaganfall im Oktober 2000 in Wahrheit um eine Virus-Encephalitis gehandelt haben.

Für die betroffenen Filmstars hatten die vaskulären Ereignisse, was ihre Präsenz auf Filmleinwand oder TV-Bildschirm betrifft, oft einschneidende Folgen.

Im Vergleich zu der Zeit vor ihrem Krankheitsereignis nahmen die Auftritte um 73 Prozent (nach Schlaganfall) und um 69 Prozent (nach Herzinfarkt) ab, haben Saver und seine Kollegen akribisch errechnet.

Nach ihrer Ansicht ist Hollywood selbst nicht ganz unschuldig am Risiko: Immerhin sei viel zu lange in Filmen das Rauchen - man denke nur an Humphrey Bogart - als Kult verherrlicht worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »