Ärzte Zeitung online, 17.05.2011

Bei guter Fitness hat der Herzinfarkt kaum Chancen

Wer mit 50 oder 60 Jahren noch körperlich topfit ist, darf optimistisch in die Zukunft schauen: Sein Risiko, im künftigen Leben am Herzinfarkt zu sterben, ist erheblich niedriger als das von Altersgenossen, deren körperliche Fitness zu wünschen übrig lässt.

Bei guter Fitness hat der Herzinfarkt kaum Chancen

Fit sein und bleiben - und der Herzinfarkt hat wenig Chancen.

© Kzenon / fotolia.com

DALLAS (ob). Welchen Einfluss hat der Grad ihrer Fitness auf das Risiko von Männern, im Laufe ihres Lebens eine tödlich endende Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen? Dieser Frage ist eine Gruppe von US-Forschern um Dr. Jarett D. Berry aus Dallas in einer Studie mit ungewöhnlich langer Beobachtungsdauer nachgegangen (J Am Coll Cardiol 2011; 57: 1604).

Basis der Analyse bildeten die Daten von 11 049 Männern im Alter zwischen 45 und 69 Jahren, die in der Zeit vor 1990 am Cooper-Institut im texanischen Dallas einer klinischen Untersuchung unterzogen worden waren.

Dabei ist auch per Gehtest auf dem Laufband (Balke-Protokoll) ihre graduelle Fitness bestimmt worden. Je nach körperlicher Leistungsfähigkeit sind die Teilnehmer in drei Fitnesskategorien eingeteilt worden (niedrige, mittlere und hohe Fitness).

In Abständen von zehn Jahren wurde die Zahl der Todesfälle ermittelt

Alle Männer sind bis zum Zeitpunkt ihres - kardiovaskulär oder nicht kardiovaskulär bedingten - Todes oder bis zum Erreichen des 90. Lebensjahres nachbeobachtet worden. Die Beobachtungsdauer betrug im Median rund 25 Jahre. Die Studie war insofern geeignet, das kardiovaskuläre "Lebenszeitrisiko" zu erfassen.

Im Gesamtzeitraum gab es 1106 Todesfälle mit kardiovaskulären Ursachen. Die Forscher ermittelten, wie hoch dieses Risiko im Schnitt bei Männern zum Zeitpunkt ihres 45., 55. und 65. Lebensjahres in Abhängigkeit von ihrer Fitness war.

Auf jeder Altersstufe zeigte sich ganz klar ein Einfluss der körperlichen Fitness auf dieses Risiko. So hatte ein 45-jähriger Mann mit hoher physischer Leistungskraft nur ein Risiko von 3,4 Prozent für einen kardiovaskulären Tod. Sein nur über geringe Fitness verfügender Altersgenosse hatte dagegen mit 13,7 Prozent ein fast vierfach höheres Risiko.

Auch im Alter von 55 Jahren waren fitte Männern klar im Vorteil: Von ihnen starb nur etwa jeder Sechste (15,3 Prozent) infolge einer kardiovaskulären Erkrankung, in der Gruppe mit geringer Fitness dagegen jeder Dritte (34,2 Prozent). Und auch im Alter von 65 Jahren waren die Risiken entsprechend ungleich verteilt (17,1 versus 35,6 Prozent).

[17.05.2011, 16:57:38]
Dr. Ralf Hettich 
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