Ärzte Zeitung, 30.08.2012

Bessere Prognose

Anti-Plättchen-Therapie am besten personalisiert

Anti-Plättchen-Therapie am besten personalisiert

MÜNCHEN (eb). Individuelle Blutplättchenhemmung nach Stent-Implantation bessert die Prognose von Patienten, die auf Clopidogrel nicht ausreichend ansprechen, ergab die MADONNA-Studie mit 798 Teilnehmern.

Wird bei Nicht-Ansprechern die Clopidogrel-Dosis bis zu vier Mal appliziert oder auf Prasugrel umgestellt, sinkt das Risiko von Stent-Thrombosen um das 7,9-fache.

Mit individualisierter Therapie kam es nur bei 0,2 Prozent der Patienten zu Stent-Thrombosen, mit nicht-individualisierter Therapie bei 1,9 Prozent.

Auch das Risiko eines akuten Koronarsyndroms sank mit individueller Behandlung: 0 versus 2,5 Prozent. Die Resultate unterstreichen, wie wichtig es ist, die Therapie zu überwachen und eventuell zu optimieren, sagte Privatdozentin Joalanta Siller-Matula aus Wien auf dem ESC-Kongress.

ESC-Kongress-Dossier mit allen aktuellen Beiträgen auf www.springermedizin.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »