Ärzte Zeitung, 11.09.2012

Stent-Behandlung

Sind Frauen benachteiligt?

MÜNCHEN (ob). Frauen mit KHK erhalten seltener einen beschichteten Stent als Männer.

Das geht aus Registerdaten der Arbeitsgemeinschaft Leitender Kardiologischer Krankenhausärzte (ALKK) hervor, die Dr. Martin Russ aus Dachau beim ESC-Kongress präsentiert hat.

In der Studie waren 100.704 perkutane Koronarinterventionen zwischen 2005 und 2009 analysiert worden. In der Altersgruppe der unter 70-Jährigen gab es noch keine Unterschiede.

Erst bei den 70- bis 80-Jährigen war der Anteil der mit Drug-eluting Stents (DES) versorgten Männer um 2,8 Prozent höher als bei Frauen. Bei den über 80-Jährigen war der Unterschied noch größer.

Eigentlich hätten Frauen wegen der kleineren Durchmesser ihrer Koronarien häufiger DES erhalten sollen, so Russ.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »