Kardiologie

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Ärzte Zeitung, 05.08.2004

Neue Analyse bestätigt Nutzen von Eplerenon

Herzinsuffizienz-Patienten mit Hypertonie profitieren am meisten in Studie / Sterberate um 23 Prozent verringert

PARIS (gvg). Herzinsuffizienz-Kranke mit Hypertonie profitieren am meisten von der Zusatz-Therapie mit Aldosteronantagonisten als Kombipartner einer Betablocker- und ACE-Hemmer-Therapie.

Das belegt eine Subgruppenanalyse der EPHESUS-Studie, die beim Europäischen Hypertoniekongreß in Paris vorgestellt worden ist.

In der EPHESUS-Studie war der Nutzen des in Deutschland noch nicht zugelassenen Aldosteronantagonisten Eplerenon bei schwerer Herzinsuffizienz (linksventrikuläre Auswurfleistung unter 40 Prozent) evaluiert worden. Die Einjahresmortalität war relativ um 15 Prozent verringert, womit die Ergebnisse der älteren RALES-Studie mit Spironolacton bestätigt wurden.

Dr. Faiez Zannad aus Nancy in Frankreich präsentierte nun die Daten für die etwa 4000 Patienten starke Subgruppe der Herzinsuffizienz-Patienten mit Hypertonie. "Diese Patienten profitierten überdurchschnittlich: Es kam zu einer Verringerung der Sterblichkeit um 23 Prozent", so Zannad. Außerdem habe es eine 16prozentige Abnahme bei den Klinikaufenthalten gegeben, die mit kardiovaskulären Erkrankungen in Zusammenhang stehen.

Bei den Veränderungen im Kaliumgehalt des Blutes unterschieden sich die Ereignisraten für Hypertoniker nicht von denen der Gesamtstudie: Die Häufigkeit von Hyperkaliämien lag mit Eplerenon um die Hälfte höher als mit Placebo. Die Häufigkeit von Hypokaliämien dagegen lag um vierzig Prozent niedriger.

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