Kardiologie

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Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

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Ärzte Zeitung, 29.06.2006

Vorteile für Kombitherapie mit Valsartan

Studie bei Herzinsuffizienz

MANNHEIM (skh). Herzinfarktpatienten, die in der Akutphase eine Herzinsuffizienz bekommen und zur Vorsorge gegen weitere kardiale Ereignisse mit dem AT1-Blocker Valsartan behandelt werden, brechen die Therapie seltener wegen Husten ab als bei Behandlung mit Captopril. Wird zusätzlich zu einem ACE-Hemmer und einem Betablok-ker noch mit Valsartan therapiert, sinkt außerdem die Rate der Klinikeinweisungen.

Das belegen Daten der Valiant-Studie, über die Professor Helmut Drexler von der Medizinischen Hochschule in Hannover beim Kardiologenkongreß in Mannheim berichtet hat.

An der Valiant-Studie nahmen 14 000 Infarktpatienten teil

An der multizentrischen Studie nahmen über 14 000 Infarktpatienten mit Herzinsuffizienz oder linksventrikulärer Dysfunktion (LVD) teil. Sie wurden zusätzlich zur Basistherapie mit Valsartan, Captopril oder mit einer Kombination von beiden Präparaten behandelt. In allen drei Behandlungsgruppen seien über einen Zeitraum von zwei Jahren etwa 19 Prozent der Patienten an kardiovaskulären Ereignissen gestorben, sagte Drexler in Mannheim bei einem Symposium von Novartis.

Einige unerwünschte Wirkungen träten jedoch bei der Behandlung mit Valsartan (vom Unternehmen als Diovan® angeboten) signifikant seltener auf als unter Captopril: Wegen des für ACE-Hemmer typischen Reizhustens etwa brachen nur 0,6 Prozent der Patienten die Behandlung mit Valsartan ab. Bei Behandlung mit Captopril oder der Kombination Valsartan-Captopril waren es über zwei Prozent.

Kombitherapie reduzierte Zahl der Klinikeinweisungen

Signifikante Unterschiede gab es außerdem bei der Rate der erneuten Klinikeinweisungen wegen dekompensierter Herzinsuffizienz oder Reinfarkt: 17 Prozent der Patienten, die mit der Kombination Captopril-Valsartan behandelt wurden, mußten mindestens ein weiteres mal ins Krankenhaus aufgenommen werden. Bei den Patienten, die Valsartan oder Captopril allein bekamen, waren es 19 Prozent.

Professor Uta Hoppe von der Uniklinik Köln sprach sich deshalb dafür aus, Herzinfarkt-Patienten mit persistierender Herzinsuffizienz zusätzlich zu einem ACE-Hemmer und einem Betablocker auch eine AT1-Antagonisten-Therapie zu verordnen.

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