Ärzte Zeitung, 05.09.2006

Erfolgreiche Herzkräftigung

Studie mit Perindopril bei diastolischer Dysfunktion

BARCELONA (Rö). Bei Patienten mit diastolischer Dysfunktion hat jetzt eine Studie ergeben, daß die Therapie mit dem ACE-Hemmer Perindopril klinisch relevante Vorteile hat. Symptome werden verringert. Weniger Klinikaufenthalte sind nötig.

Diese Daten aus der Studie PEP-CHF-(Perindopril in Elderly People with Chronic Heart Failure) stellte Professor John Cleland von der Universität von Hull beim Welt-Herz-Kongreß ESC in Barcelona vor.

An der doppelt-blinden Studie nahmen 870 Patienten ab 70 Jahren teil. Primärer Endpunkt war die Kombination aus Sterberate und Klinikbehandlung wegen Herzinsuffizienz. Diesen Endpunkt erreichten nach einem Jahr 15,3 Prozent der Patienten mit Placebo und 10,8 Prozent mit dem ACE-Hemmer in einer Dosierung von 2 bis 4 mg. Die statistische Signifikanz wurde knapp verfehlt.

Aber: 12,4 Prozent der Patienten mit Placebo, jedoch nur acht Prozent mit Perindopril mußten in einer Klinik behandelt werden. Dieser Unterschied ist statistisch signifikant. Signifikant vorteilhaft war der Wirkstoff auch bei der Verminderung der Symptome, gemessen an der Eingruppierung in eine NYHA-Klasse, sowie beim Sechs-Minuten-Lauftest.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »