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Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

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Ärzte Zeitung, 09.06.2008

Patienten unterschätzen Herzinsuffizienz

Studie zur Selbsteinschätzung der Prognose / Teilnehmer orientieren sich an allgemeinen Lebenstafeln

DURHAM (ars). Patienten mit Herzinsuffizienz neigen dazu, ihre Prognose wesentlich besser einzuschätzen, als sie tatsächlich ist. Die Erwartungen waren einer US-Studie zufolge um so höher, je weiter die Krankheit fortgeschritten war, je jünger die Patienten und je weniger depressiv sie waren.

77 der insgesamt 122 Studienteilnehmer (63 Prozent) schätzten die ihnen verbleibende Lebensspanne als zu lang ein. Als Maßstab diente den Forschern eine Vorhersageberechnung, die für ambulant behandelte Patienten mit Herzinsuffizienz gut validiert ist, das Seattle Heart Failure Model (SHFM). Demnach veranschlagten die Patienten ihre restliche Lebenszeit um 40 Prozent länger als das, was ihnen nach der statistischen Wahrscheinlichkeit noch blieb. Im Median erwarteten sie sich 13 Jahre, nach dem Modell hatten sie aber nur noch zehn Jahre vor sich.

Die Patienten irrten sich um durchschnittlich drei Jahre.

Die Patienten orientierten sich bei ihren Angaben vor allem an den Werten von Lebenstafeln, die sich auf Alter und Geschlecht stützen, berichten die amerikanischen Forscher um Dr. Larry Allen von der Universität Durham (JAMA 299, 2008, 2533).

An ihrer Studie hatten 122 Patienten, im Durchschnitt 62 Jahre alt, teilgenommen. Bei 42 Prozent von ihnen lag eine schwere oder sehr schwere Herzinsuffizienz in den Stadien NYHA III und IV vor. Auf Fragebögen gaben sie an, mit welcher Lebenserwartung sie rechneten. Während der 3,1 Jahre Beobachtungszeit starben knapp 30 Prozent, wobei sich kein Zusammenhang feststellen ließ zwischen der Höhe der Erwartung und der Länge des Überlebens.

Als Gründe für die überzogenen Vorstellungen vermuten die Autoren, dass die Patienten es versäumen, sich bei ihrem Arzt nach der genauen Prognose zu erkundigen und dass sie auch bis zuletzt die Hoffnung nicht aufgeben wollen. Dadurch bestehe die Gefahr, dass sie notwendige Therapien nicht in Anspruch nehmen.

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