Kardiologie

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Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

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Ärzte Zeitung online, 09.10.2009

Schnarchen mit Atemstillstand erhöht Herzschwäche-Risiko

DRESDEN (eb). Ein unbehandeltes schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) geht mit einer Beeinträchtigung der Pumpfunktion der linken und rechten Herzkammer einher. Zusätzlich sind solch unbemerkte Atemstillstände während des Schlafes ein unabhängiger Risikofaktor für Herzkreislauf-Krankheiten. Sie steigern das Risiko einer globalen Pumpschwäche mit der Spätfolge manifeste Herzinsuffizienz.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung (Sleeping-Heart-Study) von 174 Patienten, die Dr. Christoph Hammerstingl von der Universitätsklinik Bonn auf der 33. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Dresden präsentierte. Es sei zwar bekannt, dass ein unbehandeltes schweres OSAS die systolische und diastolische linksventrikuläre Herzpumpenleistung negativ beeinflusst, so Hammerstingl, die Auswirkungen eines OSAS auf die rechtsventrikuläre Performance sei jedoch weitgehend unklar.

Mit zunehmendem Schweregrad des OSAS verschlechtern sich die echokardiografisch messbaren Funktionsindizes beider Herzkammern signifikant. Im Verlauf der Studie soll geklärt werden, ob diese negativen Effekte durch eine Hochdruck-Sauerstofftherapie (CPAP-Therapie) gebessert wird.

Titel der Originalarbeit: "Einfluss eines Obstruktiven Schlafapnoesyndroms auf die Links- und rechtsventrikuläre myokardiale Performance. Rationale und Patientencharakteristika der Sleeping-Heart-Study" Clin Res Cardiol 98, Oktober 2009, P368

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