Ärzte Zeitung online, 29.08.2010
Stammzelltherapie bei Herzschwäche senkt die Sterberate
Daten beim ECS-Kongress in Stockholm präsentiert
STOCKHOLM (ob). Eine intrakoronare Transplantation von autologen Stammzellen aus dem Knochenmark hat bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz nicht nur günstige funktionelle Effekte auf das Herz. In einer neuen Studie dokumentieren Kardiologen aus Düsseldorf auch eine Reduktion der Mortalität.

Mit Stammzellen gegen Herzinsuffizienz: Forscher aus Düsseldorf präsentierten vielversprechende Ergebnisse beim ESC-Kongress in Stockholm.
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Ergebnisse dieser "STAR Heart" getauften Studie hat Professor Bodo E. Strauer beim Europäischen Kardiologenkongress vorgestellt. Seine Arbeitsgruppe hat im März 2001 erstmals einen Patienten nach einem Myokardinfarkt mit adulten Stammzellen behandelt.
An der jetzt in Stockholm präsentierten Studie waren 391 Patienten mit fortgeschrittener chronischer Herzinsuffizienz auf Basis einer systolischen Dysfunktion (Auswurffraktion ≤ 35 Prozent) beteiligt. Von diesen Studienteilnehmern sind 191 einer intrakoronaren autologen Stammzellbehandlung unterzogen worden. Weitere 200 Patienten mit ähnlich eingeschränkter linksventrikulärer Funktion bildeten die Kontrollgruppe.
In einem Beobachtungszeitraum von drei Monaten bis fünf Jahren stellten die Untersucher bei der gründlichen kardiologischen Untersuchung dieser Patienten deutliche funktionelle Verbesserungen in der Gruppe mit Stammzelltherapie fest. Diese Verbesserungen betrafen unter anderen Auswurffraktion, Belastungskapazität, Sauerstoffaufnahme und linksventrikuläre Kontraktilität.
Mehr noch: Im Laufe von Jahren wurde in der Gruppe mit der intrakoronaren Applikation von Knochenmarkzellen auch eine Reduktion der Mortalität im Vergleich zur Kontrollgruppe erkennbar, berichtete Strauer: In der Behandlungsgruppe starben innerhalb von fünf Jahren 7 Patienten, in der Kontrollgruppe waren in dieser Zeit 32 Todesfälle zu verzeichnen.
Für die Werte für die linksventrikuläre Ejektionsfraktion wurden beim ESC-Kongress folgende Zahlen genannt: Bei den Patienten, die Stammzellen erhielten, lag die Auswurffraktion zu Beginn bei 29,4 Prozent und stieg binnen fünf Jahren auf 36,8 Prozent. In der Kontrollgruppe sanken die Werte hingegen von 36,1 auf 32,3 Prozent.
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