Kardiologie

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Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

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Ärzte Zeitung online, 20.10.2011

Sauna - bei Herzschwäche die reinste Therapie

Wegen der zusätzlichen Belastung für Herz und Kreislauf mag Saunieren bei Herzinsuffizienz vielen vielleicht bedenklich erscheinen. Japanische Mediziner sehen das ganz anders: Nach ihren Untersuchungsergebnissen wirkt Sauna bei Herzschwäche wie Medizin.

Sauna - bei Herzschwäche die reinste Therapie

Bei der Waon-Behandlung müssen die Patienten nach einem 15-minütigen Saunagang anschließend 30 Minuten in Decken gehüllt ruhen.

© robert kneschke / fotolia.com

TOYAMA (ob). Die Behandlung in der Infrarot-Sauna hat in Japan unter dem Namen Waon-Therapie Tradition. Sie soll etwa bei Fibromyalgie oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit wirksam sein.

Dass sie auch bei chronischer Herzinsuffizienz von therapeutischem Nutzen ist, glaubt eine Forschergruppe um Dr. Takashi Ohori aus Toyama jetzt mit Daten einer Studie belegen zu können.

Daran beteiligt waren 41 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, die drei Wochen lang jeweils an fünf Tagen einer Waon-Behandlung unterzogen wurden (Am J Cardiol 2011, online).

Erst schwitzen, dann einwickeln

Zunächst wurden sie 15 Minuten lang in eine auf 60 Grad eingestellte Infrarot-Sauna geschickt. Danach mussten sie, eingehüllt in Decken, 30 Minuten lang ruhen mit dem Ziel, die Kerntemperatur des Körpers um 1 bis 2 Grad Celsius zu erhöhen.

Diese Behandlung blieb anscheinend nicht ohne Wirkung. Nach drei Wochen stellten die Untersucher bei ihren Probanden anhand des 6-Minuten-Gehtests eine signifikante Zunahme der Belastungsfähigkeit fest.

Messungen ergaben zudem einen signifikanten Anstieg der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) als Parameter der aeroben Leistungsfähigkeit.

Außerdem waren ein signifikanter Abfall der BNP- und Noradrenalin-Plasmaspiegel und eine Verbesserung der Endothelfunktion zu verzeichnen.

Noch weiteres Schwitzen nötig

Die Autoren schließen daraus, dass die Sauna-Therapie vermutlich aufgrund ihrer günstigen Wirkung auf die endothelabhängige Gefäßfunktion die Belastungstoleranz bei Herzinsuffizienz verbessern kann.

Die Beweiskraft der Studie könnte allerdings besser sein: Es fehlte eine Kontrollgruppe, die Untersuchung erfolgte nicht verblindet. Auch war die Definition der Herzinsuffizienz nicht an strenge - etwa echokardiografische - Kriterien geknüpft.

Bis zum definitiven Beweis werden also wohl noch weitere Probanden im Dienste der Wissenschaft in der Sauna schwitzen müssen.

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