Thrombose/Schlaganfall

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Ärzte Zeitung, 27.07.2004

Unbehandelte Hypertoniker haben sehr hohes Risiko für Hirnblutung

Neue Studie zum hämorrhagischen Insult / Auch Alkoholkonsum als Risikofaktor bestätigt

CINCINNATI (Rö). Unzureichende Blutdrucksenkung bei Hypertonikern ist die wichtigste Ursache für einen Schlaganfall. Dies hat erneut eine Studie bestätigt. An dieser Untersuchung hatten Patienten teilgenommen, die einen hämorrhagischen Schlaganfall erlitten hatten.

In der Studie hat Dr. Daniel Woo zusammen mit Kollegen von der Universität von Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio Schlaganfall-Risikofaktoren von 549 Patienten untersucht, die einen hämorrhagischen Schlaganfall hatten (Stroke, 35, 2004, 1703).

Die Studienergebnisse machen erneut deutlich, wie wichtig eine Schlaganfall-Prävention durch Verminderung der Risikofaktoren ist. Tips dazu gibt es heute in der Sommerakademie der "Ärzte Zeitung".

Nach der Analyse der Neurologen war bei unbehandelten Hypertonikern die Rate für einen hämorrhagischen Schlaganfall im Vergleich zu Daten aus der Bevölkerung um den Faktor 3,7 erhöht.

Bei Menschen, die täglich mehr als zwei Gläser eines alkoholischen Getränks tranken, war diese Rate um den Faktor 2,5 erhöht. Bei behandelten Hypertonikern wurde noch eine um den Faktor 1,4 erhöhte Schlaganfall-Rate errechnet. In der Studie war allerdings nicht untersucht worden, ob der Blutdruck auch genügend gesenkt worden war.

Aus den Daten folgern die Neurologen, daß durch adäquate Blutdrucksenkung allein 17 bis 28 Prozent aller hämorrhagischen Schlaganfälle verhindert werden.

Bei ischämischen Schlaganfällen, die 80 Prozent der Apoplexien ausmachen, ist schon länger bekannt, daß Bluthochdruck der wichtigste Risikofaktor ist. Zwar sind ischämische Schlaganfälle häufiger als hämorrhagische, doch ist bei hämorrhagischen Insulten der Zusammenhang mit der Hypertonie stärker. Bei unbehandelten Hypertonikern ist die Rate ischämischer Schlaganfälle verdreifacht. Hämorrhagische Insulte kommen aber vier- bis fünffach gehäuft vor.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Neuer Stoff für die Überzeugungsarbeit

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