Ärzte Zeitung, 23.09.2004

Neuer Ansatz zur Prophylaxe eines Schlaganfalls entdeckt

Wachstumsfaktor induziert im Gehirn Ersatzgefäße

Autoradiogramm von Hirnschnitten. Der Blutfluß (grün bis rot) bleibt beim behandelten Tier (rechtes Bildpaar) nach Blutdrucksenkung (unten) stärker erhalten. Foto: MPI für neurologische Forschung, Köln

KÖLN (ple). Der Wachstumsfaktor GM-CSF ist offenbar in der Lage, im Gehirn Kollateralgefäße zu induzieren, die einen Ersatzkreislauf für verschlossene Gefäße bilden (PNAS 101, 2004, 12730).

Nach Ansicht von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln, die diese Beobachtung bei Ratten mit künstlich induziertem Schlaganfall gemacht haben, könnte der Faktor zur Prophylaxe eines Schlaganfalls geeignet sein.

Ihren Angaben zufolge ließ sich durch die Behandlung mit GM-CSF das Gebiet eines künstlich ausgelöster Hirninfarktes um mehr als die Hälfte vermindern. Bereits eine Woche nach Injektion des Faktors hätten sich unter anderem die Durchblutung des Gehirns normalisiert. In den Versuchen wurden bei den Tieren beide Vertebralarterien und eine der Halsschlagadern verschlossen.

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