Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

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Ärzte Zeitung, 24.05.2005

Doppelschlag gegen zweiten Schlaganfall

Perindopril plus Indapamid

BERLIN (hbr). Bei Patienten nach Schlaganfall senkt die kombinierte Therapie aus dem ACE-Hemmer Perindopril und dem Diuretikum Indapamid die Gefahr eines Rezidivs besonders effektiv. Auch das Risiko für koronare Ereignisse nimmt ab.

An diese Ergebnisse der PROGRESS-Studie hat Professor Ingomar-Werner Franz von der Schwarzwälder Wehrawald-Rehaklinik in Todtmoos beim Diabetologenkongreß in Berlin erinnert. An der Sekundär-Präventionsstudie PROGRESS (Perindopril Protection against Recurrent Stroke Study) hatten sich 6105 Patienten nach Schlaganfall oder transitorisch-ischämischer Attacke (TIA) beteiligt.

Die Teilnehmer wurden antihypertensiv entweder mit Perindopril plus Indapamid behandelt (inzwischen als Fixkombination Preterax® und BiPreterax® erhältlich), erhielten Perindopril plus Placebo oder nahmen nur Placebo ein. Dabei hatte nur die Hälfte der Teilnehmer zu Beginn einen erhöhten Blutdruck.

Nach vier Jahren zeigte sich mit einer Senkung um 28 Prozent "eine deutliche Reduktion des Wiederauftretens des Schlaganfalls durch die Studienmedikation", so Franz bei einem vom Unternehmen Servier unterstützten Symposium. Der Rückgang der Rezidivrate wurde sowohl bei den zu Beginn hypertensiven als auch bei anfangs normotensiven Patienten beobachtet.

Besonders ausgeprägt war der Effekt im Kombinationsarm. Hier betrug die relative Risikoreduktion für Schlaganfallrezidive 43 Prozent im Vergleich zur Placebogruppe. Gleichzeitig konnten auch Herzinsuffizienz und koronare Ereignisse um ein Drittel verringert werden.

Das ist klinisch deshalb von Bedeutung, weil Patienten nach einem Schlaganfall nicht nur ein erhöhtes Risiko für einen weiteren Schlaganfall haben, sondern auch für einen Herzinfarkt. Patienten mit Kombinationstherapie entwickelten außerdem zu 23 Prozent seltener eine Demenz und zu 22 Prozent seltener eine Verschlechterung kognitiver Fähigkeiten. Diabetiker profitierten von der Therapie ebenso wie Nichtdiabetiker.

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