Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

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Ärzte Zeitung, 11.11.2005

Thromboseschutz bei Apoplexie mit Beinparese

Erweiterte Zulassung für niedermolekulares Heparin Certoparin / Effektive Prophylaxe in Vergleichsstudie belegt

Frankfurt / Main (djb). Schlaganfallpatienten mit Lähmungserscheinungen im Bein haben ein sehr hohes Thromboserisiko. Zur Prophylaxe eignet sich nach den Ergebnissen der PROTECT-Studie das niedermolekulare Heparin Certoparin. Es wurde jetzt als erstes Heparin für diese Indikation zugelassen.

Ohne Antikoagulation entwickeln 20 bis 75 Prozent aller Schlaganfallpatienten mit Beinparese eine tiefe Beinvenenthrombose. Etwa zwei Prozent der Patienten bekommen eine Lungenembolie.

Darauf hat erneut Professor Dirk Sander von der Neurologischen Klinik der TU München auf einer Veranstaltung des Unternehmens Novartis hingewiesen. Eine Thromboseprophylaxe sei bei diesen Patienten zwingend erforderlich, betonte der Neurologe.

    Eine Injektion pro Tag reicht.
   

Die internationale, prospektive, randomisierte Doppelblindstudie PROTECT (Prophylaxis of Thromboembolic Events by Certoparin Trial; Stroke 2005, in Druck) hat ergeben: Das niedermolekulare Heparin Certoparin (Mono-Embolex®) schützt Patienten mit akutem ischämischem Insult mindestens so effektiv und sicher vor thromboembolischen Ereignissen wie die Standardprophylaxe mit unfraktioniertem Heparin (UFH), so Sander.

545 Schlaganfallpatienten mit Beinparese wurden binnen 24 Stunden nach dem Ereignis und nachfolgend über zwölf bis 16 Tage mit Certoparin (3000 I.E. Anti-Xa einmal täglich subkutan) oder mit UFH (5000 I.E. dreimal täglich subkutan) behandelt.

In der Per-Protocoll-Analyse betrug die Rate thromboembolischer Ereignisse unter Certoparin 7,0 Prozent, unter UFH 9,7 Prozent. In der Intent-to-treat-Analyse aller Studienteilnehmer lag die Ereignisrate bei 6,6 Prozent in der mit Certoparin behandelten Gruppe und bei 8,8 Prozent unter UFH.

Die Sterberate war in beiden Gruppen mit je 2,6 Prozent gering, ebenso das Blutungsrisiko: Parenchymatöse, intrakranielle Blutungen traten in beiden Gruppen mit 0,7 Prozent auf, schwere extrakranielle Blutungen mit 1,1 Prozent in der Certoparin-Gruppe und 1,5 Prozent in der UFH-Gruppe. Thrombozytopenien wurden bei 1,1 Prozent der Certoparin- und bei 1,8 Prozent der UFH-Patienten beobachtet.

Damit sei die gleiche Wirksamkeit des niedermolekularen Heparins gegenüber UFH klar erwiesen, erläuterte Sander. Vorteile von Certoparin sieht Sander insbesondere in der nur einmal täglichen Anwendung sowie in der risiko- und gewichtsunabhängigen Dosierung.

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