Ärzte Zeitung, 17.05.2006

Ultraschall löst Thromben im Gehirn auf

DÜSSELDORF (dpa). Ultraschall öffnet neue Wege zur Therapie beim Schlaganfall. Wie bisher bei Nierensteinen könnten Ultraschallwellen auch Blutgerinnsel im Hirn auflösen, haben Wissenschaftler in Düsseldorf bei einem Neurologenkongreß berichtet.

Bisher für die Behandlung genutzte Medikamente würden auch bei der Sono-Thrombolyse eingesetzt, um Blutpfropfen im Hirn anzulösen und so für die Schallwellen leichter löslich zu machen, sagte der Neurologe Professor Mario Siebler von der Uniklinik Düsseldorf. Er rechne damit, daß diese unter anderem in Düsseldorf und Mannheim erfolgreich erprobte Methode bald allgemein angewandt werde, sagte Siebler.

"Jede Neurologiestation hat für Untersuchungen die geeigneten Ultraschallgeräte, jetzt kommt es auf die ausgebildeten Anwender an", betonte Professor Andrej Alexandrow, der die Sono-Thrombolyse in Dallas in Texas entwickelt hat.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »