Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

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Ärzte Zeitung, 18.01.2007

Jeder Dritte kennt die Risiken für Schlaganfall nicht

BERLIN (eb). In Deutschland kennt jeder Dritte keinen einzigen Risikofaktor für das Auftreten eines Schlaganfalls. Fataler Effekt: Die Zeit, die Schlaganfall-Patienten benötigen, um in der Klinik anzukommen, ist umso länger, je weniger sie über das Krankheitsbild wissen.

Das belegen Studiendaten des Kompetenznetzes Schlaganfall (KNS) aus Berlin. Danach konnten zwei Drittel der 28 000 Befragten über 50 Jahre zumindest einen Risikofaktor für das Auftreten eines Schlaganfalls benennen, ein Drittel kannte keinen einzigen Risikofaktor.

Daten aus der "Berlin Acute Stroke Study" des KNS mit 558 Patienten aus vier Berliner Kliniken belegen zudem: Schlaganfall-Patienten, die typische Symptome erkennen und selbst den Rettungsdienst benachrichtigen, kommen im Schnitt 70 Minuten nach Symptombeginn in der Klinik an. Warten Patienten zunächst ab und suchen ihren Hausarzt auf, so brauchen sie mehr als doppelt so lange. Und vor allem die frühzeitig aufgenommenen Patienten haben die beste Prognose haben, sagt Professor Klaus Berger vom KNS.

"Durch eine gezielte Aufklärung von Patienten über Schlaganfall-Symptome und das richtige Verhalten können solche Verzögerungen vermieden werden." Das KNS wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.

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