Ärzte Zeitung, 10.10.2007

Neues Projekt zur Versorgung bei Apoplexie

Konzept QuIS wird entwickelt

GÜTERSLOH (eb). Zur besseren Versorgung von Schlaganfall-Patienten entwickelt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe jetzt ein standardisiertes, ganzheitliches Versorgungskonzept, das die gesamte Versorgungskette bei Schlaganfall-Patienten im Blick hat. Das Projekt "Qualitätsmodell Integrierte Schlaganfall-Versorgung - QuIS" wird erstmals im November beim 1. Deutschen Schlaganfall-Kongress in Hannover vorgestellt.

Ziel des innovativen Modells, das aktuellen und bevorstehenden Herausforderungen gerecht werden soll, sei mehr Qualität, Transparenz und Effizienz bei der Versorgung von Schlaganfall-Patienten, teilt die Stiftung mit. Die Zahl der Apoplexie-Patienten pro Jahr werde sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Bis zum Jahr 2025 würden allein die direkten Behandlungskosten 108,8 Milliarden Euro betragen. Das seien rund 60 Prozent der heutigen Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Stiftung wird das Projekt "QuIS" erstmals beim 1. Deutschen Schlaganfall-Kongress am 9. und 10. November in Hannover vorstellen. Zum Kongress, dem eine enge Kooperation der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zugrunde liegt, werden über 300 Teilnehmer erwartet: Ärzte, Politiker sowie etwa Entscheider und Experten des Gesundheits- und Versorgungsmanagements. Weitere Schwerpunkte beim Kongress sind etwa die Zukunftsperspektiven der Stroke Unit in Deutschland sowie Aktuelles aus Akutversorgung und Schlaganfall-Prophylaxe.

Infos: www.schlaganfall-hilfe.de; Infos zum Kongress und Anmeldung: Martina Schwenk, Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Tel.: 0 52 41 / 97 70 - 65, EMail: martina.schwenk@bertelsmann.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »