Ärzte Zeitung, 30.07.2008

Erneut bestätigt: mehr Demenz nach Apoplexie

ROTTERDAM (hub). Schlaganfälle führen nicht nur zu Lähmungen und Sprachstörungen, sie erhöhen auch deutlich das Risiko für eine Demenz. Das hat jetzt erneut eine große Studie aus den Niederlanden mit über 6700 Personen bestätigt.

Darin wurden alle über 55-jährigen Einwohner eines Vororts von Rotterdam zwischen 1990 und 2005 regelmäßig ärztlich untersucht. Das Ergebnis: Patienten mit Apoplexie entwickelten mehr als doppelt so häufig eine Demenz wie gleichaltrige Personen ohne Schlaganfall (Stroke 39, 2008, 36).

"Denken und Erinnern gehören zu den persönlichsten Eigenschaften eines Menschen", sagte Professor Martin Grond von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. "Die Studienergebnisse zeigen erneut, wie wichtig es ist, sich vor einem Schlaganfall zu schützen." Hier sei die Behandlung bei Risikofaktoren - besonders der Hypertonie - wichtig.

Mehr Informationen im Internet unter www.dsg-info.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »