Thrombose/Schlaganfall

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Ärzte Zeitung, 06.05.2009

Statine schützen vor Schlaganfall

Metaanalyse bestätigt den schon in Einzelstudien dokumentierten Nutzen

PARIS (ob). Epidemiologen sehen zwar keine enge Beziehung zwischen Cholesterin und Schlaganfall. Dennoch ist die Cholesterinsenkung mit Statinen eine wirksame Maßnahme zur Reduktion von Hirninsulten.

Dieser bereits in einigen Einzelstudien nachgewiesene Nutzen ist jetzt in einer neuen Gesamtanalyse von 24 Statinstudien nachdrücklich bestätigt worden. Der vom Pariser Neurologen Professor Pierre Amarenco und seinem Kollegen Dr. Julien Labreuche vorgenommenen Metaanalyse liegen Daten von fast 166 000 Studienteilnehmern zugrunde (Lancet Neurology 2009; 8: 453).

Ihre Berechnung ergab, dass mit jeder Reduktion des LDL-Cholesterins um 1 mmol/l (39 mg/dl) das Schlaganfallrisiko um 21 Prozent verringert wurde. Jede Senkung des LDL-Cholesterins um 10 Prozent war mit einer Abnahme des Risikos für einen ersten Schlaganfall um 13,5 Prozent und mit einer Reduktion der Rate aller Schlaganfälle um 7,5 Prozent assoziiert. In der Sekundärprävention wurde das Risiko für einen erneuten Hirninsult durch Statine um 16 Prozent verringert.

In der Gesamtanalyse führte die Statintherapie zu keiner Zunahme von hämorrhagischen Insulten. Gleichwohl raten die Autoren zur Vorsicht bei der Statin-Behandlung von Patienten mit Hirnblutungen in der Vorgeschichte.

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