Ärzte Zeitung online, 01.03.2010
Niedrigeres Schlaganfall-Risiko bei Kaffeetrinkern?
SAN ANTONIO (ob). Regelmäßiges Kaffeetrinken kann möglicherweise das Risiko senken, einen Schlaganfall zu erleiden. Das legen zumindest jüngst von britischen Forschern veröffentlichte Daten nahe.

Kann der regelmäßiger Kaffeekonsum das Schlaganfall-Risko vermindern? © Dušan Zidar / Fotolia.com
Die neuen epidemiologischen Daten stellten die Wissenschaftler von der Universität Cambridge jetzt beim Kongress der amerikanischen Schlaganfall-Gesellschaft (ASA) im texanischen San Antonio vor.
Grundlage ihrer Analyse bildeten die in der (EPIC)-Norfolk-Studie im Mittel über zwölf Jahre erhobenen Daten von 9978 Männern und 12 254 Frauen. Bei ihnen registrierten die englischen Untersucher in dieser Zeit insgesamt 855 aufgetretene Schlaganfälle. Die setzten die Forscher dann in Beziehung zum Kaffeekonsum der Studienteilnehmer.
Die Analyse der Forscher ergab, dass Kaffeetrinker im Vergleich zu Personen, die auf Kaffeegenuss verzichteten, ein relativ um 30 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko hatten. Diese Assoziation blieb auch nach einer Korrektur der Daten für den Einfluss anderer Faktoren wie Rauchen, BMI oder Alkoholkonsum bestehen.
Einen Unterschied zwischen verschiedenen Kaffeemengen konnten die Wissenschaftler nicht erkennen: Schon das Trinken von einer Tasse täglich war mit einem niedrigeren Schlaganfallrisiko assoziiert. Ob das Trinken von Kaffee tatsächlich die Ursache des damit assoziierten verminderten Risikos ist, lässt sich mit den epidemiologischen Daten allerdings nicht beweisen.

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