Ärzte Zeitung, 21.05.2010

Rauchen hebt Gefäßschutz durch Alkohol auf

Rauchen hebt Gefäßschutz durch Alkohol auf

Rotwein ist gut fürs Herz, aber auf Zigaretten muss man verzichten. © photos.com

TORONTO (hem). Moderater Alkoholkonsum scheint Schlaganfällen vorzubeugen. Rauchen macht diesen Effekt jedoch wieder zunichte, bestätigt eine große britische Studie mit über 22 500 Teilnehmern, die jetzt auf der Tagung der US-Neurologengesellschaft AAN in Toronto vorgestellt wurden.

Während der zwölf Jahre dauernden Untersuchung traten insgesamt 864 Schlaganfälle auf. Ähnlich wie in anderen epidemiologischen Studien wurde ein positiver Effekt moderaten Alkoholkonsums ermittelt. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, war bei moderatem Konsum gegenüber Abstinenzlern um 37 Prozent verringert.

Dies galt aber nur für Nichtraucher. Bei Rauchern ging der Schutzeffekt des Alkohols komplett verloren. Als moderater Alkoholkonsum galt in dieser Studie ein Genuss von zwei bis drei Gläsern Rotwein pro Tag oder eines anderen alkoholischen Getränkes mit entsprechender Alkoholmenge. Bei höherem Alkoholkonsum stieg das Schlaganfall-Risiko jedoch, betonte Studienleiterin Dr. Yangmei Li aus Cambridge in Großbritannien.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »